Zum vierten Mal erhielt der SV Germania Obrigheim „das grüne Band“ für seine vorbildliche Talentförderung

Zum vierten Mal erhielten die Gewichtheber des SV Germania Obrigheim die Auszeichnung „Das grüne Band“ für ihre vorbildliche Nachwuchsarbeit und obendrein 5.000 Euro Förderprämie. Dazu lud der Verein zu einer kleinen Feierstunde Förderer und Fans in die im vergangenen Jahr sanierte Sporthalle in Mörtelstein ein. „Wir wollen diese Chance nutzen, um unsere Jugendarbeit auch künftig weiter voranzutreiben“, freut sich Jugendleiter Volker Hauß und erklärte damit auch, warum es dem Verein nun schon zum vierten Mal gelungen ist, die bundesweit begehrte Auszeichnung für besondere Jugendarbeit zu gewinnen. Jahrzehntelang haben die Obrigheimer Gewichtheber unter Franz Hauß (ganz links), der über 4 Jahrzehnte die Jugendabteilung geleitet hat, immer an ihre Jugend gedacht und damit weit in die Zukunft geplant. Sie haben in junge Leute investiert und diese bei der sportlichen und persönlichen Entwicklung begleitet. So formulierte es Sascha Nock, Filialleiter der Commerzbank Mosbach in seiner Laudatio (zwischen den Jungs, die den Scheck halten). Denn seit 1986 fördern die Commerzbank AG und der Deutsche Olympische Sportbund gemeinsam über die Initiative „Das grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ Kinder und Jugendliche in den Vereinen und belohnen damit konsequente Nachwuchsarbeit im Leistungssport, unabhängig von der Vereinsgröße oder der Popularität der Sportart. Unter den diesjährigen Preisträgern waren 6 Vereine aus Baden-Württemberg und bundesweit war der SV Germania Obrigheim der einzige Verein, der für die Jugendarbeit seiner Gewichtheber ausgezeichnet wurde. Obrigheims Bürgermeister Achim Walter unterstrich, dass für guten Sport vor Ort die Infrastruktur erhalten werden muss. Er sei stolz darauf, was in den Obrigheimer Vereinen geleistet wird. Und er bekannte sich, ebenso wie Landrat Dr. Achim Brötel und die Sportkreisvorsitzende Dr. Dorothee Schlegel dazu, ein großer Fan der Obrigheimer Gewichtheber zu sein – und kaum einen Wettkampf zu versäumen. Der Landrat betonte mit Blick auf die in der Jugendarbeit des Vereins seit vielen Jahrzehnten aktive Familie Hauß: hier komme gute Jugendarbeit aus einem Hau(ß). Wie wichtig gute Vorbilder sind, ob in der Familie, ob es gar der Bruder ist oder im familiären Rahmen des Vereins, wo Trainer und Europameister manchmal beinahe zur Ersatzfamilie werden, die trösten, wenn etwas noch nicht so gut geklappt hat, die einen fast auf Händen tragen, wenn wieder eine neue Bestleistung gehoben wurde, unterstrich die Sportkreisvorsitzende in ihrem Redebeitrag. Sie hob hervor, wie wichtig es ist, jungen Menschen zu ermöglichen ihre Träume bis nach Olympia zu verwirklichen und sie dabei zu begleiten. Natürlich strahlen die Siege des Vereins aus und fördern auf ihre Weise die Nachwuchsgewinnung und die Trainingsbedingungen. „In Obrigheim leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung und damit zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen“ sagte zuvor bereits der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig, der sich zudem für eine Förderung der Sportvereine als Investition in die Gesundheit der Bevölkerung aussprach, was die Sportfunktionäre nicht nur gerne hören. Mögen den Worten dann auch Taten folgen, wünschte sich der in Stellvertretung des Mosbacher Oberbürgermeisters anwesende Sportbeauftragte der Stadt Mosbach Philipp Parzer, wohnhaft in Obrigheim. Auch Carsten Diemer, inzwischen Bundesjugendleiter des Gewichtheberverbandes überbrachte Glückwünsche zum Erhalt dieser Auszeichnung für diese herausragende und nachhaltige Jugendarbeit. Er profitierte als Jugendlicher selbst von den ausgezeichneten Trainingsbedingungen des Vereins und war an vielen Bundesligawettkämpfen für Obrigheim an der Hantel. Für ihn und für Heinz Janalik, den Ehrenpräsidenten des Badischen Sportbundes, war die Preisverleihung ein Heimspiel, sind sie beide dem Verein sehr eng verbunden und hatten es daher leicht, der Jury zu bestätigen, dass mit dem SV Germania Obrigheim genau der richtige Sportverein ausgezeichnet wurde. Janalik mahnte nach seinem überaus großen Lob auf die viermalige Würdigung des ehrenamtlich geführten Vereins an, auch wenn es für die Obrigheimer nicht zutreffe, dürfe vor allem in kommerziell orientierten Vereinen die Ethik im Sport nicht vergessen werden. Auch der örtliche Pfarrer und einige der jungen Gewichtheber, unter ihnen Adrian Müller waren gekommen. Umrahmt wurde die Veranstaltung von der schwungvollen Musik der vier Saxophonics, die mit feierlich- swingender Liedauswahl darüber hinaus das Buffet nach der Preisverleihung festlich gestalteten. Beim SV Germania ist das Preisgeld nun zu Hauß‘ in besten Händen und wird investiert in die Talentförderung der kommenden Jahre. Und wer weiß, vielleicht weht das grüne Band auch noch ein fünftes Mal in Obrigheim? Möge nun getan werden, was getan werden muss, um den besonderen Schatz der Obrigheimer Gewichtheber zu „heben“. English Deutsch Dansk Proudly powered

Bild: Dorothea Damm